Wednesday, September 3, 2014

Wechseljahre und Hitzewallungen

Eines der häufigsten Symptome des Klimakteriums sind Hitzewallungen. Während manche Frauen diese sogar als positiv empfinden, klagen die meisten Betroffenen darüber. Einige Patienten bekommen nur gelegentlich Hitzewallungen, andere leiden bis zu 30 mal pro Tag an diesen Beschwerden. Auch der Zeitraum von einer bis drei Minuten Dauer kann bei manchen Betroffenen deutlich länger ausfallen. Gerade zu Beginn der Wechseljahre sind die Hitzewallungen besonders intensiv, klingen jedoch meist nach ca. fünf Jahren vollständig ab. Ist der Hormonspiegel am Ende des Klimakteriums wieder ausgeglichen sind auch die Beschwerden völlig verschwunden.

Die genaue Ursache, warum Wärmewellen von Brust und Hals durch den gesamten Körper rasen, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Verantwortlich hierfür werden Hormonumstellungen gemacht. Unter dem Begriff vasomotorische Symptome werden Hitzewallungen und Schweißausbrüche zusammengefasst.

Das vom Östrogen abhängige Wärmezentrum des Gehirns hält normalerweise die Temperatur konstant. Sinkt nun der Östrogenspiegel ab, versucht das Nervensystem durch Gefäßerweiterung Wärme abzugeben. Hierdurch fließt nun verstärkt warmes Blut aus dem Körperinneren an die Peripherie. Die Sinne der Haut übermitteln dies als Wärmeschub.

Der Hypothalamus produziert das follikelstimmulierende Hormon (FSH). Dieser Prozess reagiert auf Hormonschwankungen besonders sensibel. Auch kommt es durch den Abfall von Östrogen möglicherweise zu Schwankungen im Bereich der Neurotransmitter (Gehirnbotenstoffen) wie zum Beispiel dem Noradrenalin. Diese Veränderungen führen dann wahrscheinlich zu einem Anstieg der Hauttemperatur und damit zum Hitzegefühl. Auch ein Mangel am Gelbkörperhormon Progesteron wird als mögliche Ursache in Betracht gezogen.

Die Hitzewallungen als solches sind zwar völlig ungefährlich, könne aber den Schlaf empfindlich stören. Trotzdem steht eine Hormonbehandlung mit all ihren Nachteilen in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen. Ein Tee aus dem Wurzelstock der Silberkerze lindert die Beschwerden. Frauen, die jedoch ein Mammakarzinom haben, sollten den Tee jedoch nur bei gleichzeitiger, intensiver Betreuung durch den Arzt zu sich nehmen. Ebenso haben die Isoflavone des Rotklees eine positive Wirkung auf sämtliche Beschwerden der Wechseljahre. Erfrischungstücher helfen kurzfristig die Probleme zu lindern.
Genussgifte wie Alkohol, Zigaretten und Kaffee sollten gemieden oder in möglichst geringen Mengen verwendet werden. Scharfe Gewürze und verschiedenste Lebensmittel können sich ebenfalls negativ auswirken.
Die traditionelle chinesische Medizin mit ihren Kräutern und der Akkupunktur kann eventuell eine Hormonbehandlung ersetzen.

Siehe auch www.wechseljahresbeschwerden.com